Willkommen beim Klimacamp

Wir sehen uns als Verbund aktivistischer, ökologisch radikal denkender Menschen, die für einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer gerechten Gesellschaft einstehen. Für ein Klima, das Mensch, Tier und Natur schont - für ein ganz anderes Klima.

Sei auch du mit dabei - Be the change You want to see in the world.
Bei Interesse oder Fragen einfach melden auf: kontakt@klima-camp.ch

Klima-Camp: Aktivix-Dorf vom 17.7.-23.7. am Vollbrand-Festival in Signau BE.

Das Vollbrand-Festival ist ein revolutionäres Festival; selbstgemacht, geld-frei, ohne fossile und nukleare Energie, etwas zwischen Burning-Man und Rainbow-Gathering: weitere Infos auf vollbrand.org, viel Spass beim Quitz:)

Das Klima-Camp nimmt mit dem Aktivix-Dorf am Vollbrand-Festival teil, was uns als ideale Symbiose erscheint. Wir werden mit einem Info-Kafi, Workshops und veganer Holzküche präsent sein und über systemisches gesellschaftspolitisches Engagement informieren. Individuelles Verhalten wie Yoga und Bio ist gut und wichtig, reicht unserer Meinung nach alleine aber nicht.

Wer im Aktivix-Dorf leben möchte, kann und soll sich in unserer Dorfküche beteiligen, sowohl beim Kochen und Abwaschen als auch finanziell: Richtwert: 15.-/Tag.
Wenn möglich im Vorfeld überweisen an:
Verein netzWERKzeug, PC: 85-432728-2, IBAN: CH31 0900 0000 8543 2728 2

Speziell suchen wir aktive Dorfbewohner*Innen die bei den folgenden Arbeiten aktiv mithelfen:
Aufbau 17.7.
Mithilfe in Info-Kafi, Küche, …
Abbau 23.7.

Beachte: Da das Festival frei von fossiler Energie ist, darf (zB. mit Wohnmobielen) nur am Mo 17.7. auf das Gelände gefahren werden. Ansonsten gibt es nahen Parklpatz und natürlich ÖV, der eh besser ist. Weitere gute, sonderbare und witzige Regeln des Vollbrand-Festivals auf vollbrand.org. Es macht Sinn, diese vorher zu lesen und sich auch die Packliste auf der Webseite zu Gemüte zu führen!

Workshopprogramm Klimacamp-Activix Dorf

Workshop I: 11 – 13 Uhr, Workshop II: 15 – 17 (18) Uhr

Dienstag, 18.7.

Workshop I: Gesellschaft verändern - aber wie?
Workshop II: Gesprächsrunde zu Werbung, die stört...

Mittwoch, 19.7.

Workshop I: Gesellschaft verändern - aber wie?
Workshop II: Kompo-Klo Workshop
Workshop III: Ende Gelände / Aktionstraining

Donnerstag, 20.7.

Workshop I: Gesellschaft verändern - aber wie?
Workshop II: Pyrolyse-/Holzkocher-Workshop

Freitag, 21.7.

Workshop I: Divestment
Workshop II: Antworten auf Fragen zum Klimawandel

Samstag, 22.7.

Workshop I: Gemeinsame Ökonomie
Workshop II: Climate-Games Workshop (provisorisch)

Workshop "Gesellschaft verändern - aber wie?"

Dienstag, 18. bis Donnerstag, 20. Juli, jeweils 10–12:30 Uhr
Markus Flück (attac schweiz)

Das Atelier beginnt mit der Frage: Welche Idee von sozialem Wandel wir eigentlich haben (Theory of Change) und welches (Selbst-)Verständnis uns in unserem Aktivismus leitet? Im Anschluss daran möchte das Atelier strategische Impulse zur wirkungsvollen politischen Tätigkeit vermitteln und eine Austauschplattform für die Diskussion um Perspektiven gesellschaftlicher Transformationsprozesse sein.

Gesprächsrunde zu Werbung, die stört ...

Dienstag, 18. Juli, 15 – 17 Uhr
Reto Gasser

Mit Werbung preisen Konzerne längst nicht nur ihre Marke, Produkte oder Dienstleistungen an. Es werden auch Eindrücke eines heiteren, schönen, fröhlichen oder überlegenen Lebensstils vermittelt. Nicht alle Leute sind beeinflussbar. Aber: Der Vergleich mit dem eigenen Leben, dem eigenen Körper kann Minderwertigkeitskomplexe auslösen und den Hang zum Konsum und blindem Kapitalismus in unserer Gesellschaft verstärken. Wir suchen Beispiele für Werbung, die uns ethisch stört und besprechen, was wir dagegen unternehmen könnten. Bring wenn möglich Beispiele von Werbung mit, die dich irgendwie stört.

Workshop: „Kompostklo bauen“

Mittwoch, 19. Juli, 15 – 18 Uhr
Nicole Suter / Marco Hess

Wer schon am Klimacamp war hat die tolle Kompostklo-Anlage kennengelernt. Durch den Einsatz von Komposttoiletten wird kein Trinkwasser verschwendet und die in Fäkalien und Urin enthaltenen Nährstoffe können lokal gesammelt und genutzt werden. Dies entlastet das Abwasser und schliesst natürliche dezentrale Kreisläufe.
1. Teil: Vorteile und Funktion des Kompostklos /Trockentoilette, Teilnehmer*innenanzahl unbeschränkt; ca. 1h
2. Teil: Herstellen von einem Kompostklo, ca. 3 aktive Personen und weitere Zuschauer_innen; ca. 2h Der Workshop besteht aus einem theoretischen Teil, in dem Aufbau, Funktionsweise und Handhabung erklärt werden. Anschliessend können die Teilnehmenden unter Anleitung zusammen ein Kompoklo bauen, das für den Anschaffungspreis der Teile zu haben ist.

Workshop „Pyrolysebrenner /Holzbrenner herstellen“

Donnerstag, 20. Juli, 15 – 17 Uhr
Marco Hess / Nicole Suter

Bei Pyrolysebrennern / Pyrolysekochern wird das Holz vergast und nicht verbrannt. Dabei entsteht Holzkohle. Es wird Energie / Holz gespart. Mit Holz Feuer machen ist ja etwas ganz einfaches. Wenn es darum geht damit zu kochen, gibt es aber elegantere und vor allem effizientere Einrichtungen, als eine offene Feuerstelle. Wir stellen einige vor. Auch Holzbrenner die im Handel erhältlich sind. Wir können diese ausprobieren. Ihr könnt auch eure Holzbrenner mitbringen. In diesem Workshop basteln wir uns mit gebrauchten Blechdosen sogenannte Pyrolyse-Brenner. Bei diesen wird das Holz vergast. Die Flamme ist dabei ähnlich wie bei einem Gas-Brenner. Zurück bleibt Holzkohle, welche wieder zum Heizen weiterverwendet werden kann. Oder man braucht sie um Terra Preta herzustellen. Die Kohle wird mit Erde vermischt um damit den Humus anzureichern. In diesem Fall muss die Holzkohle frei von Giftstoffen sein. Wir haben selber schon ein wenig Erfahrung damit und kennen einige Tücken. Die Klimacamp-Küche kocht dieses Jahr zum Teil auch mit solchen Brennern oder anderen Holzbrennern. Werkzeuge sind vorhanden. Bitte eine Büchse / Dose / Eimer aus Metall mitnehmen. Das kleinere Gefäss muss mit etwas Seitenabstand in das Grössere passen. Das grössere Gefäss sollte einen Deckel haben, in den ein Loch gemacht wird. Aus weiteren Gefässen kann eventuell eine Krone gemacht werde. Nehmt mit, was ihr habt! Ihr könnt ja dann eventuell untereinander tauschen. Das Metall soll frei von Farben, Beschichtungen oder Zink sein.
1. Teil: Einleitung über Funktion und Vorteile und ausprobieren verschiedener Brenner, unbeschränkte Teilnehmer*innenanzahl
2. Teil: Bauen eines Pyrolysebrenner, max 10 Teilnehmer*innen

Workshop zu Divestment

Freitag, 21. Juli 2017, 11 – 13 Uhr
Christian Lüthi, Klima Allianz

Divestment heisst aussteigen aus problematischen Investitionen. Die meisten von uns sind keine Investoren, was haben wir damit zu tun? Nun, die meisten von uns haben bei ihren Pensionskassen relevante Guthaben. Insgesamt machen sie viele Milliarden aus. Selten befassen wir uns damit, wie diese Gelder angelegt werden. Fossil-free.ch und die GSoA führen Kampagnen, damit keine Pensionsgelder mehr Waffen, Erdöl, Erdgas oder die Kohleindustrie finanzieren. Beispiel: mein-geld-ist-sauber.ch

Antworten auf Fragen zum Klimawandel

Freitag, 21. Juli 2017, 15 – 17 Uhr
Georg Klinger, Reto Gasser

Teile der Bevölkerung (vor allem in den USA) sind skeptisch, ob der Klimawandel durch den Menschen gemacht ist, oder ob er von Belang ist. Oder ob Klimaforscher sich genügend einig sind, dass die Menschheit etwas unternehmen muss. Dabei gibt es echte Skepsis und finanziell oder weltan - schaulich bedingte Pseudoskepsis, die von gewissen Kreisen verbreitet werden. Klimaschützer_innen lernen auf echte auf unechte Fragezeichen zum Klimawandel ruhig zu antworten.

Workshop „Gemeinsame Ökonomie“

Samstag, 22. Juli, 11 bis 13 Uhr
RaAupe-Kollektiv

„Gemeinsame Ökonomie ist ein zweiter zentraler Baustein des Kollektivs RaAupe. Kurz gefasst bedeutet es, dass alles Geld geteilt wird. Es gibt nur noch ein Konto und alle haben ein Kärtli dazu. Alle Rechnungen werden von diesem Konto gezahlt. Dadurch gibt es eine zweifache Befreiung. Er - stens sind einzelne nicht mehr von der eigenen Lohnarbeit abhängig: Arbeitslosigkeit bedeutet nicht mehr das individualisierte Zusammenkrachen der eigenen Existenz, sondern wird kollektiv aufgefangen. Auch können so Arbeitskämpfe im Betrieb offener angegangen werden. Zweitens mini - miert sich der ganze Aufwand mit Rechnungen, Konten, Geldorganisation für die Einzelnen. Speziell an unserer Herangehensweise ist zudem, dass durch den Netzwerkcharakter des Kollektivs ein allen gemeinsamer Wohnort nicht die Grundvoraussetzung ist und grosses emanzipatives Potential bietet.“ (aus dem Manifest 'Revolution als Alltag' des Kollektiv RaAupe).
Im Workshop stellt das Kollektiv RaAupe ihre Umsetzungsvariante der gemeinsamen Ökonomie vor, erzählt von seinen Grundsätzen, wie es organi- siert ist, welche Auswirkungen die gemeinsame Ökonomie auf Individuen hat, wie mit unterschiedlichen Vorstellungen in Bezug auf Finanz- / Kon- sum- und Lohnarbeitsverhalten umgegangen wird und geht den Fragen nach, ob eine gemeinsame Ökonomie in Bezug auf Zeit und finanziellen Kapazitäten ein Mehraufwand bedeutet oder Sparpotential entfaltet und welche Vorteile sowie Gefahren eine gemeinsame Ökonomie beinhalten kann.

Climate Games - Klima-Camp 22.9. – 3.10

Die ersten Climate Games in der Schweiz werden am Fr 29. und Sa 30. In Basel stattfinden.
Dieser werden vom Klima-Camp umrahmt. Der Ideale Rahmen sich auszutauschen, Teams zu bilden und Aktionen für die Climate Games vorzubereiten, sich Weiterzubilden, einfach gut zu leben und anschliessend all unsere Aktionen zu feiern.

Alles Weitere auf climategames.ch und später hier.